AlfWein, Melmac Cuvee 2020

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Unsere Hommage an den Heimatplaneten unseres leitenden Önologen Alf, der durch ein unglückliches Ereignis seinen Heimatplaneten Melmac verlor.
Eine verlustschmerzlindernde Cuvee aus Huxelrebe, Kerner und Weißburgunder. Warnung: Extrem lecker!

Art.Nr: AE-20-1303
Alkoholgehalt

14,0 %

Füllmenge

750 ml

Geschmacksrichtung

trocken

Verschluss

Schraubverschluß

Allergene

enthält Sulfite

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Unsere Melmac-Cuvée haben wir zum ersten Mal im Jahr 2020 produziert. Sie haben somit das große Vergnügen an unserem Jungfernjahrgang teilhaben zu dürfen. Der Melmac Cuvée ist eine Hommage an den Heimatplaneten unseres leitenden Önologen Alf, der im richtigen Leben Gordon Shumway heißt. Die Bewohner von Melmac waren eine sehr fortschrittliche Spezies. Sie bauten Städte auf Melmac und besaßen Raumschiffe, die der Raum-Zeit trotzen konnten. Leider existiert der Planet nicht mehr, da er explodierte, weil alle Bewohner gleichzeitig ihre Föhne einschalteten. Alf macht dieser enorme Verlust auch heute noch schwer zu schaffen und manchmal überraschen wir ihn dabei, wie er mit tränenfeuchten Augen apathisch in der Ecke sitzt und voller Kummer die Wände anstarrt. Wie Sie sicherlich verstehen können, ist das natürlich kein Zustand und wir haben deshalb mit ihm einen Wein kreiert, der hoffentlich dazu beiträgt, seinen Schmerz zu lindern. Er ist deshalb außerordentlich lecker und verlustschmerzlindernd geworden.

Die Trauben

Unsere Melmac Cuvee besteht ungefähr zu einem Drittel aus Huxelrebe, Kerner und Weißburgunder. Sie werden nun zurecht anmerken, dass dies doch eine höchst ungewöhnliche Rebsortenzusammensetzung wäre und – hoffentlich interessiert – fragen, warum denn dies so ist. Wir haben uns natürlich für diese Frage gewappnet und verkünden voller Stolz auf unsere weitreichenden Überlegungen, dass dies komplett dem Zufall geschuldet ist. Seit 2020 bewirtschaften wir eine 2.787 m2 große Parzelle Huxelrebe in der Ersten Lage Niersteiner Bildstock. Wir haben diese Parzelle mit dazu genommen, da wir einmal sehen wollten, was man aus Huxelrebe so alles machen kann. Die Huxelrebe ist ja eine quasi-autochthone Rebsorte in Rheinhessen. Sie wurde im Jahr 1927 an der Landesanstalt für Rebenzüchtung in Alzey durch Georg Scheu aus Elbling und Muscat précoce de Saumur erfolgreich gekreuzt. Ihren Namen bekam die Neuzüchtung von Fritz Huxel, der sie in den 1950er Jahren in Westhofen (Rheinhessen) als Erster umfangreich anbaute. Rheinhessen ist mit über 400 ha auch heute noch das größte Anbaugebiet für die Huxelrebe weltweit.

Die Huxelrebe wird hauptsächlich für die Erzeugung von Süß- und Aperitif-Weinen verwendet und gilt nicht unbedingt als prädestiniert zur Erzeugung hochwertiger trockener Weißweine. Eine solche festgefügte Meinung spornt uns immer an gegen den Strich zu bürsten und einmal auszuloten, zu was die Huxelrebe denn im trockenen Bereich nun wirklich fähig ist. Und was läge da näher, dies in einer Rebanlage mit über 30-jährigen Reben in einer Niersteiner Premier Cru Lage zu versuchen. Folglich haben wir im Jahrgang 2020 zwei Barriques gefüllt – da man ja nicht weiß, was rauskommt, sollte man es tunlichst unterlassen mehr zu machen – und den Rest im Stahltank belassen. Wir denken, dass eine Huxelrebe Barrique eine wirkliche Ansage ist und sind schon sehr gespannt, was in den nächsten eineinhalb Jahren im Barrique so alles vor sich geht. Zurzeit entwickelt sich eine enorme Frucht und das ist schon sehr spannend. Und unser Großes Känguru, dass ja im Prinzip ein Kerner Barrique ist, zeigt zu welchen Höhenflügen unterschätze Rebsorten fähig sind. Unser Großes Känguru 2020 schmeckt übrigens gegenwärtig wie purer Bananensaft. Cool!

Aber ich schweife ab. Da auch bei der Produktion unseres Großen Kängurus eine gewisse Menge Kerner übrig geblieben ist und beim Bumerang 2020 etwas Weißburgunder, haben wir einfach alles zusammengekippt. Nein, nein, nein – erschrecken Sie nicht – so einfach war es auch wieder nicht. Wir haben natürlich vorher einen Test gemacht, aber die Vereinigung der Restmengen zeigte keinerlei Handlungsbedarf und so war die Assemblage einfach. Und nach fünf Monate Reife im Stahltank ist sie nun hier, unsere Melmac-Cuvée. Wir haben nicht die volle Menge gefüllt und denken, dass wir eine Restmenge von 300 l wieder ins Barrique füllen – unser Großes Känguru würde sich sehr über die Große Regenbogenschlange freuen, damit es nicht so alleine ist. So lecker er jetzt schon ist, vielleicht wird er im Barrique noch viel leckerer. Vielleicht aber auch nicht und so empfehlen wir Ihnen heute die Stahltankvariante.

Ausbau

Der Wein hat nicht gerade zurückhaltende 13,64 % Alkohol – darauf führen wir seine verlustschmerzlindernde Wirkung zurück –, 6,2 g/l Restzucker und 5,2 g/l Säure. Wir füllen den Wein mit relativ wenig Schwefel ab, da wir ihn tendenziell jung trinken würden und das dann einfach verträglicher ist, denken aber auch, dass sich der Wein über einige Jahre in der Flasche gut entwickeln könnte. Dies ist bei allen unseren Weinen so. Und für einen Langzeittest haben wir ja die Barriquevariante.

Alles in allem sind wir mit unserem Jungfernjahrgang der Melmac-Cuvée sehr zufrieden und legen Ihnen den Wein wärmstens ans Herz. Und wenn auch Sie wieder einmal voller Trauer an Verlust des Planeten Alderaan denken – nein, ganz falsch, Mist, falscher Film, Melmac natürlich – trinken Sie einen Schluck davon. Es hilft.

Verkostungsnotiz

Unsere Melmac-Cuvée 2020 wurde erst im März 2020 gefüllt und beginnt sich gerade wieder zu öffnen. Eine Verkostungsnotiz finden Sie hier ab Juni 2021.