Grapevault, Wiesbadener Apfelschäumer 2018

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Der zweite Jahrgang unseres Apfelschäumers bei Grapevault. Bio und vegan, brilliert er durch Präzision, Leichtigkeit und seine leicht dahingetupften Apfelfrucht.

Seien Sie mutig und ersetzten Sie Ihren Aperitif-Champagner durch unseren Apfelschäumer und Ihre Gäste werden es Ihnen danken.

Oder trinken Sie den Apfelschäumer einfach nur selbst – so wie wir.

Art.Nr: GV-18-9903
Gesamtproduktion

747 Flaschen

Alkoholgehalt

8,5 %

Füllmenge

750 ml

Geschmacksrichtung

Brut

Verschluss

Naturkork

Allergene

enthält Sulfite

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Der Wiesbadener Apfelschäumer aus dem Jahrgang 2018 ist der zweite Jahrgang unseres Apfelschäumers. Im Jahrgang 2017 haben wir keinen produziert, weil wir erst abwarten wollten, wie sich unser Jungfernjahrgang 2016 entwickelt. Da wir mit diesem Ergebnis außerordentlich zufrieden sind, wird es von nun an in jedem Jahrgang einen Apfelschäumer geben.

Vielleicht mag Ihnen ein Fruchtschaumwein im Premiumbereich etwas kurios erscheinen, aber speziell Erzeuger wie Eric Bordelet und Julien Thurel  in Frankreich zeigen in brillanter Weise auf, welches Potenzial in Fruchtschaumweinen steckt. Und nachdem wir mit dem Apfelwein unseres Önologen Alf Ewald bereits einen Fruchtwein im Programm haben, lag es nahe, daraus auch einmal einen Apfelschäumer zu versuchen.

Ein zweiter Grund für unsere Fruchtschaumweine ist einfach der, dass wir diese aufgrund ihrer leichtfüßigen, fruchtigen Verspieltheit selbst sehr gerne trinken. Bösartige Zungen behaupten, wir würden die Fruchtschäumer nur für uns selber machen, aber das ist nicht wahr. Auch wenn die Produktion nicht groß ist – unser Apfelschäumer aus dem Jahrgang 2018 hat zum Beispiel nur eine gesamte Produktionsmenge von 747 Flaschen – ist sie dennoch viel zu groß, als dass wir sie sie selbst trinken könnten. Hicks! Insofern müssen wir schweren Herzen teilen.

Nachdem wir nun über zwei Jahre Erfahrung mit unserem Jahrgang 2016 verfügen, können wir Ihnen auch einen dritten Grund nennen. Wir hatten angenommen, dass Fruchtschaumweine nicht besonders gut altern und sie am besten im Jugendstadium zu trinken wären. Da wir den Jahrgang 2016 jedoch in insgesamt drei Partien degorgiert haben, konnten wir einen sehr guten Einblick in die Reifeentwicklung auf der Hefe gewinnen. Selbst nach über drei Jahren Hefelager legt der Schaumwein weiter zu, wird komplexer und das Apfelaroma wird immer intensiver. Ermüdungserscheinungen sind nicht feststellbar. Das ist erstaunlich, aber auch sehr ermutigend sich weiter mit Fruchtschaumweinen zu befassen. Interessanterweise entwickelt sich der Apfelschäumer aber auch auf der Flasche sehr gut, sodass es überhaupt keinen Grund gibt, ihn frühzeitig zu trinken. Wir würden inzwischen so weit gehen, ihn erst nach vier bis fünf Jahren zu öffnen.

Insofern haben wir auch beschlossen, dass wir beim Jahrgang 2018 sukzessive beginnen das Hefelager auf mindestens 36 Monate auszudehnen.

Noch eine kleine Bitte:

Lassen Sie sich von niemanden einreden, das Fruchtschaumwein ein minderwertiges Produkt und einem Schaumwein aus Trauben per se unterlegen wäre. Es hängt immer nur davon ab, wie viel Mühe man sich mit einem Fruchtschaumwein gibt.

Der Grundwein für den Wiesbadener Apfelschäumer ist mit dem unseres Apfelweines identisch. Auch mit der zweiten alkoholischen Gärung, bleiben wir dabei in einem Alkoholbereich kleiner 9 %. Wir stellen den Grundwein mit derselben Sorgfalt her, mit der wir auch unsere normalen Weine herstellen. Als Partner haben wir dazu den Hof Rosenköppel in Wiesbaden-Frauenstein gewinnen können, einen ökologisch arbeitenden Betrieb, der sehr großen Wert auf die Qualität seiner Früchte legt. Insofern ist unser Apfelschäumer bio und da wir zur Schönung auch keine tierischen Produkte verwenden, ist er sogar vegan.

Wir verarbeiten die Äpfel direkt im Hof Rosenköppel und vinifizieren dort auch den Grundwein im Stahltank. Die Vinifikation erfolgt gemäß der guten önologischen Praxis, ohne große berichtenswerten Besonderheiten. Die Besonderheit ist eigentlich nur die Tatsache, dass wir diese gute önologische Praxis aus dem Weinbau konsequent anwenden und dass sich eine gute önologische Praxis bei uns doch noch ein wenig anders darstellt, als anderswo.

Versektung

Bei der Versektung arbeiten wir nur mit traditioneller Flaschengärung. Das Hefelager bauen wir ab dem Jahrgang 2018 sukzessive von mindestens 18 auf mindestens 36 Monate aus. Die zweite Gärung erfolgt bei unserem Partner Reuter & Sturm in Walluf im Rheingau. Wir degorgieren immer nur eine kleine Charge eines Jahrgangs, damit der verbleibende Rest von einem längeren Hefelager profitieren kann.

Vom Jahrgang 2018 ist unsere erste Charge, die wir Ihnen hiermit anbieten, nur 244 Flaschen groß. Sie wurde am 21.12.2020 degorgiert und brilliert, wie auch schon der Jahrgang 2016, durch Präzision, Leichtigkeit und Ihre leicht dahingetupfte Apfelfrucht. Der Jahrgang 2018 ist dabei (etwas) konzentrierter und komplexer – wir haben in den letzten beiden Jahren viel in Sachen Fruchtwein hinzugelernt – und eigentlich auch besser. Dennoch bevorzugen wir zurzeit noch den Jahrgang 2016, einfach weil er zwei Jahre Reifevorsprung besitzt.

Seinen Sie also mutig und ersetzten Sie Ihren Aperitif-Champagner durch unseren Apfelschäumer und Ihre Gäste werden es Ihnen danken. Oder trinken Sie den Fruchtschaumwein einfach nur selbst – so wie wir.

Verkostung

Verkostungsnotiz für den Jahrgang 2016.

Eine Verkostungsnotiz für den Jahrgang 2018 finden Sie hier ab Ende Januar 2021.

Helleres Strohgelb, feine Perlage. Viel leicht kompottiger Apfel im Bukett, zusammen mit dezent animalischen Noten, einer Spur Lotusblüten, einem klein wenig Johannisbeere und – erstaunlicherweise – auch leichten, an Kurkumapulver erinnernden Gewürznoten. Das Kurkuma ist hier allerdings anders als bei Hipping; viel mehr als wenn man – natürlich nicht in dieser Intensität – in ein Glas mit frischem Kurkumapulver hineinriecht. Am Gaumen fein, elegant und mit zarten Apfelnoten. Eigentlich ist alles zart und ziemlich perfektionistisch an diesem Schäumer. Aufgrund des niedrigen Alkohols von nur 7,5 % hat er zwar nicht das Volumen und den Druck eines „richtigen“ Sektes, aber er ist außerordentlich harmonisch, wohlschmeckend – ja sogar richtig auf der Zunge tänzelnd – und – ich verwende diesen Ausdruck sehr selten – bekömmlich. Feine angenehme Perlage, die man so nur durch längeres Hefelager im traditionellen Flaschengärverfahren erreichen kann. Ich bin sehr erstaunt, wie gut sich der Apfelschäumer auf der Flasche entwickelt. Während zu Beginn der Apfel noch sehr verkapselt war, tritt die charakteristische Apfelaromatik bei zunehmender Komplexität nun immer weiter hervor und der Schäumer marschiert unaufhaltsam in Richtung High-End-Apfelschaumwein. Für unseren ersten Jahrgang ist das schon erstaunlich und natürlich höchst erfreulich. Bitte vergleichen Sie diesen Apfelschäumer allerdings nicht mit unserem High-End-Sekt. Es ist ein anderes, singuläres Produkt, das nur für sich selbst steht und auch nur mit anderen Fruchtschäumern verglichen werden sollte. Ein Fruchtwein mit enormen Spaßfaktor auf (sehr) niedrigem Alkoholniveau – einfach „himmlisch – lecker – luftig – leicht“ – von dem man auch einmal eine ganze Flasche weghauen kann, ohne viel davon zu spüren (nur so als Warnung an die Wirkungstrinker unter uns).