W. E. Frank, Jahrgangspaket 2018

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Das Jahrgangspaket der Weine von W. E. Frank aus dem Jahrgang 2018, besteht aus jeweils einer Flasche Ludwigshöher Teufelskopf, Orbel,  Ölberg, Hipping und Pettenthal.

Mit dem Kauf des Jahrgangspaketes 2018 erwerben Sie auch die Möglichkeit an der Online-Präsentation unserer Weine am 05.02.2022 teilzunehmen.

Sollten Sie einmal in das entsprechende Video herein geklickt und Lust bekommen haben, die Weine dazu (oder auch nur so) zu probieren, bieten wir Ihnen das Jahrgangspaket 2018 noch einmal bis zum 31.03.2022 zum Sonderpreis von 219,60 € statt 244,00 € an.

Art.Nr: WF-18-Paket
Füllmenge

5 x 750 ml

Geschmacksrichtung

trocken

Verschluss

Naturkork wachsversiegelt

Allergene

enthält Sulfite

Kategorien: , , , , , , ,

Wenn wir an unseren Jahrgang 2018 denken, fällt uns immer wieder Mr. Bombastic von Shaggy ein. Nun gut, wir geben ja zu, dass es in diesem Lied nicht um Wein geht und auch, dass wir uns beim eigentlichen Thema des Liedes keine außergewöhnliche Kompetenz anmaßen, aber unser Jahrgang 2018 ist wirklich bombastisch geworden.

Interessanterweise hat der Jahrgang 2018 zu Beginn höchstes Lob von der einschlägigen Weinpresse erhalten, aber schnell kamen auch negative Stimmen auf und heutzutage ist das Meinungsbild gemischt. Als Hauptkritikpunkt wird immer ein mehr oder minder ausgeprägter Säuremangel – und dadurch Langeweile – angeführt und das Jahr mit 2003 verglichen. Ein Vergleich mit dem Hitzejahr 2003, bei dem die Säure oftmals wirklich ungeahnte Tiefen ausgelotet hat, ist jedoch unangebracht, weil das Jahr 2018 – zwar auch ein Hitzejahr – eine ganz andere Säurestruktur aufweist. Bei unseren Weinen können wir sogar überhaupt kein Säuredefizit feststellen. Wir sind darüber selbst etwas erstaunt, da wir in der mehrwöchigen Hitzeperiode im Sommer öfters bei fast 50 Grad in den Steilhängen vom Hipping und vom Pettenthal standen und uns gefragt haben, was da wohl aus diesem Jahrgang werden mag. Aber unsere alten Rebstöcke haben es gerichtet und je länger die Weine auf der Flasche Zeit zur Entwicklung haben, desto grandioser werden sie.

Wir wollen jetzt nicht behaupten, dass 2018 besser als 2017 ist – dazu haben wir in 2017 viel zu viel Erntemenge geopfert, um hochkonzentrierte und charaktervolle Weine zu erzeugen – aber schlechter ist 2018 auch nicht. Der Jahrgang zeichnet sich bei uns durch eine außergewöhnliche innere Dichte, Balance und Harmonie aus, ohne auch nur ansatzweise langweilig zu sein. Er ist kraftvoll, ohne alkoholisch und breit zu sein, er ist – was in diesem Jahrgang sehr erstaunlich ist – immer noch kühl in seiner Grundstruktur und er hat ein außerordentlich cremiges Mundgefühl mit viel Schmelz, ohne es an Tiefe oder an einer hohen Mineralität missen zu lassen. Das Ergebnis erstaunt uns in seiner Komplettheit wirklich sehr, aber in dieser seltenen Qualitätsdimension nehmen wir es mit Handkuss hin. Und dass wir sogar ein klein wenig stolz darauf sind, wie gut wir diesen Jahrgang auf die Flasche gebracht haben, möge man uns nachsehen.

Aber große Worte kann jeder und die Wahrheit liegt wie immer in der Flasche. Also bilden Sie sich Ihre eigene Meinung.

Dazu haben wir Ihnen ein Jahrgangspaket 2018 geschnürt dass aus jeweils einer Flasche unserer Ersten und Grossen Lagen besteht:

– Ludwigshöher Teufelskopf Erste Lage 2018
– Orbel 2018
– Ölberg Grosse Lage 2018
– Hipping Grosse Lage 2018
– Pettenthal Grosse Lage 2018

Nähere Informationen zu den einzelnen Weinen entnehmen Sie bitte der Shop-Seite für den jeweiligen Wein. Zur besseren Navigation haben wir Ihnen auch jeweils einen Link in die Weinliste eingebaut.

Wir bieten Ihnen das Paket zur Markteinführung unserer Weine des Jahrgangs 2018 bis zum 09.01.2022 zum Sonderpreis von 219,60 € statt 244,00 € an.

Mit dem Kauf des Jahrgangspaketes 2018 erwerben Sie auch die Möglichkeit an der Online-Präsentation unserer Weine am Samstag, dem 05.02.2022, um 15:00 Uhr, teilzunehmen. Die Einwahldaten und nähere Informationen zur Online-Präsentation senden wir Ihnen zeitnah zu.

Nachtrag: Wir haben von der Online-Präsentation auch ein Video erstellt und da wir damit sehr zufrieden sind, haben wir es auf YouTube gestellt. Sie finden es dort unter folgendem Link:

https://youtu.be/1AO3ziZJezs?goal=0_bbd1ba8b94-9641da46ec-&mc_cid=9641da46ec&mc_eid=UNIQID

Sollten Sie einmal herein geklickt und Lust bekommen haben, die Weine zum Video (oder auch nur so) zu probieren, bieten wir Ihnen das Jahrgangspaket 2018 noch einmal bis zum 31.03.2022 zum Sonderpreis von 219,60 € statt 244,00 € an.

Verkostungsnotiz

Ludwigshöher Teufelskopf 2018

Am besten italienisch dekantieren. Strohfarben. Kraftvolles, süßes, hochcremig Bukett mit viel Umami, süßem Holz, zarten Kräuternoten, Buttercremetorte sowie einem klein wenig Nougat und Ovomaltine. Extrem harmonisch, ohne auch nur annähernd langweilig zu sein. Eine Zuckerkugel. Mit viel Luft entwickelt sich ein Gewürzuntergrund mit dezenten Nussnoten. Am Gaumen durchbricht die gut balancierte Säure ein wenig die totale Harmonie – sonst wäre es auch zu viel des Guten. (Fast) voller Körper, zarte Restsüße, sehr cremig, viel Schmelz, Buttercremetorte und eine angenehme Spur süßer Alkohol, die sich aber erst mit viel Luft zeigt. Dann vielleicht auch ein ganz klein wenig Tropenfrucht. Der Abgang, in dem noch Gewürze auftauchen, mündet in einen Cremigkeitsschub, der ganz lange stehen bleibt. Beinahe so, als ob man eine Latte Macchiato schlürft. Mit viel Luft ist der Wein zwar nicht mehr ganz die Creme-/Umamibombe, aber strukturierter und dadurch eigentlich noch besser. Der Wein präsentiert sich jetzt so, wie er auch schon während seines Ausbaus war. Man merkt die Buttercremtorte, die von einem leichten biologischen Säureabbau kommt und er hat auch von allen Teufelsköpfen, die wir bisher gemacht haben, am meisten Holz, aber es ist unglaublich gut eingebunden. Wir wollten in diesem Jahr einfach den Teufelskopf-Schmelz/-Umami auf die Spitze treiben und die Essenz eines Teufelskopfes herausdestillieren. Ein unglaublich schöner Wein, der trotz all seines Wohlgeschmacks über viel Struktur verfügt. Geben Sie ihm noch ein bis zwei Jahre zur Entwicklung. 2022 – 2030+.

Orbel 2018

Am besten italienisch dekantieren. Intensives Stroh mit Altgoldreflexen. Kraftvolles, enorm burgundisches Bukett, das mit seinen Kamillenoten beinahe etwas an Coche-Dury erinnert. Höchst komplex und mit einer kristallinen Mineralität, die zwar zu Beginn nicht unbedingt salzig daherkommt, aber mit Belüftung immer mehr Salz entwickelt. Zeigt eigentlich keine Frucht. Im Untergrund komplettiert dann ein schöner weicher Nougattoast, der zwar spürbar da ist, aber den man kaum merkt und der mit viel Luft auch abnimmt, den Wein. Trotz aller Komplexität auch sehr harmonisch. Gewinnt mit viel Luft sogar noch weiter an Struktur. Das ist im Prinzip Burgund auf einem Niveau, das selbst in Burgund nur selten erreicht wird. Im Gegensatz zum Teufelskopf, der jetzt seinen Zustand während des Ausbaus wiederspiegelt, hatte der Orbel diese Aromatik im Fass nicht. Extrem faszinierend. Lässt auch am Gaumen nicht nach. Voller Körper, balancierte Säure, kaum merklicher Restzucker, hochkomplex und mineralisch. Vom Toast cremig geschliffen, obwohl der Wein vor Spannung nahezu birst. Hat die grünfarbige Grundcharakteristik des Orbels, die in diesem Jahr allerdings von chochigen Kamillenoten überlagert sind. Es ist mir ein Mirakel, wie es der Wein schafft seine hochkomplexe Burgunderstilistik aufrecht zu erhalten und gleichzeitig mit seinem Holz-Sahne-Untergrund zu spielen, den man dann noch nicht einmal wirklich wahrnimmt. Hat das viele Holz einfach perfekt integriert. Der 2017er Orbel ist zwar charaktervoller, aber der 2018er hat bereits jetzt schon eine außergewöhnliche Harmonie, wird trotz seiner bereits jetzt vorhandenen Größe wahrscheinlich noch besser werden und hat das Potenzial Perfektion zu erreichen. Noch ein Wort zur Säurestruktur. Die Säure ist genau im dem Maß vorhanden, das notwendig ist, um Komplexität und Struktur zu liefern, aber gleichzeitig auch sanft genug, um den Wein „bekömmlich“ zu machen. Das ist selten. Mit viel Luft bekommt der Wein sogar einen Hauch von Frucht, die etwas an Papaya und rosa Grapefruit erinnert. Ich denke, dass das der beste Orbel ist, den wir bisher gemacht haben und vielleicht ist es auch generell einer der besten Weine aus unserem Hause bisher. Geben Sie ihm noch ein wenig Zeit. 2023 – 2035+.

Ölberg 2018

Am besten italienisch dekantieren. Helles Gold mit Strohreflexen. Zu Beginn etwas stumm und mit einem Hauch Alkohol, groovt sich das Bukett dann im Glas gewaltig ein, kommt aber nicht ganz an den Orbel heran. Zeigt aber eine hohe Mineralität und auch Komplexität. Harmonisch, dezente Kräuternoten, ein Hauch Kamille, cremige Noten und ein wenig Buttercreme über einem zurückhaltenden Holzuntergrund. Eine zu Beginn vorhandene Minispur von (Brat-)Apfel zieht sich mit Belüftung an die Wahrnehmbarkeitsschwelle zurück. Ebenfalls ohne spürbare Frucht. Mit viel Luft kämpft sich der Ölberg an die Oberfläche, nimmt dabei etwas Salz mit und entwickelt die für den Ölberg so typischen violetten Tupfen. Am Gaumen wirkt der Ölberg etwas leichter als der Orbel, hat aber immer noch gewaltig Dampf. Voller Körper, balancierte Säure, kaum merkliche Restsüße, ein wenig süßer Alkohol, der mit Luft weniger wird und etwas Hösch-Toast. Der Wein hat so viel Balance, dass man überhaupt keine Restsüße auf der Zunge merkt, obwohl wir natürlich einen Hauch Zucker stehengelassen haben. Bekommt enormen Schmelz im Abgang und hat auch eine extreme Länge. Mit viel Luft erscheinen auch am Gaumen die typischen violetten Ölberg-Tupfer, der Wein wird sehr klar und das Holz / die Cremigkeit tritt in den Hintergrund. Präzision ersetzt dann den natürlich immer noch ausreichend vorhandenen Schmelz. Und an Eleganz mangelt es dem Wein natürlich auch nicht. Wie immer ein ganz ausgezeichneter Ölberg, der von weiterer Reife sicherlich profitieren wird. 2023 – 2035+.

Hipping 2018

Am besten italienisch dekantieren. Helles Gold mit zarten Grünreflexen. Klarer, kristalliner Hipping mit pulvrigen, gelben Gewürze, Kurkuma und einem klein wenig Heu im Bukett. Hat nicht ganz den Schmelz der anderen Weine aus 2018, dafür aber eine unglaubliche Präzision. Eine zu Beginn vorhandene leichte, meerrettichartige Alkoholnote reduziert sich merklich mit Luft. Hohe Mineralität, aber wenig Salz, dezente Röstnoten. Vielleicht ist ein wenig Toast wahrnehmbar, aber man hat nicht wirklich eine Assoziation von Holz. Mit viel Luft ein wenig Coche-Kamille. Das Bukett ist noch sehr embryonal und wird noch einige Zeit brauchen, bis es sich öffnet. Am Gaumen der trockenste der W. E. Frank – Weine aus dem Jahrgang 2018. Hat dadurch am meisten Struktur und Präzision, aber nicht ganz den Schmelz. Im Vergleich mit den anderen Weinen aus 2018 ist der Hipping ein wenig gröber gestrickt, aber ich bin nicht sicher, ob das etwas Negatives ist. Auch auf der Zunge zeigt er erstaunlich wenig vom dem Holz, dass er eigentlich hat. Der Wein wird mit Belüftung salziger und kristalliner und mit viel Luft gesellen dann gelbe Gewürze und vielleicht ein Hauch Apfel dazu. Speziell die gelben Gewürze graben sich dann tief in den Abgang. Er bleibt aber dennoch ziemlich verschlossen. Ich bin bei diesem Hipping-Jahrgang hin- und hergerissen, ob nicht mehr Opulenz besser gewesen wäre. Hipping kommt opulent immer höchst eindrucksvoll und in 2018 wäre Superopulenz möglich gewesen. Aber wir wollen ja nicht immer den Holzhammer auspacken und da die meisten Mitverkoster den Hipping für den besten unserer Weine aus 2018 halten, war die Entscheidung dann doch nicht so ganz falsch. Ich glaube, ich bevorzuge trotzdem die opulenten Varianten, Sei es wie es sei, im Glas ist und bleibt ein großer, höchstbeeindruckender Wein. 2023 – 2035+.

Pettenthal 2018

Am besten italienisch dekantieren. Helles Gelb mit Goldreflexen. Noch deutlich embryonal im Bukett, aber selbst in diesem Stadium mit seinem Weinbergspfirsich typisch Pettenthal. Hat als einziger der 2018er-Weine wirklich Frucht, dafür aber weniger Opulenz. Würzig, eine Spur Nuss, etwas Buttercreme und auch etwas rotfruchtiges, das ein wenig an Kirsche erinnert. Aromatische Komponenten, Toast, Lebkuchengewürze und etwas Salz. Mit Belüftung tritt die Frucht immer deutlicher hervor und später gesellen sich dann noch etwas Kurkuma, gelbe Gewürze, Erdbeer-Campino und etwas Kamille dazu. Das erinnert dann an einen Hipping, über dem rotfruchtige Campino-Noten liegen. Wirkt am Gaumen etwas leichter und etwas niedriger im Alkohol, als die anderen 2018er, aber mit ganz viel Geschmack und mit einer enormen innere Dichte. Eine Aromabombe, die trotzdem eine deutliche Cool-Climate-Anmutung hat – und das ist im sehr heißen Jahrgang 2018 dann doch bemerkenswert. Mittlerer bis voller Körper, harmonische Säure, schöne Restsüße-Balance, Pfirsich, rotfruchtige Elemente, etwas Erdbeercampino, würzige Komponenten, zarter Schmelz und eine dezent sahnige Cremigkeit im Untergrund. Auch wenn sich der Wein nach ein bis zwei Tagen (etwas) öffnet, braucht er noch dringend Reife, speziell, da er sich am dritten Tag wieder verschließt und der Alkohol dann ein wenig spürbar ist. Das Lesegut für diesen Wein war überragend und ich denke, er wird auch dereinst durch die Decke gehen, aber heute ist die ganze Klasse noch nicht annähernd einschätzbar. Geben wir ihm die Zeit, die er braucht. 2023 – 2035+.