AlfWein, Wiesbadener Apfelwein 2017

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Art.Nr: AE-17-8354
Alkoholgehalt

6,0 %

Füllmenge

1.000 ml

Geschmacksrichtung

trocken

Verschluss

Schraubverschluß

Allergene

enthält Sulfite

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Der Wiesbadener Apfelwein hat eher zufällig den Weg in unser Portfolio gefunden. Unser Önlologe Alf Ewald hatte zur Feier seiner Hochzeit ein wenig Apfelwein produziert. Inoffiziell natürlich, weil er seine Gäste damit beeindrucken wollte. Aber offiziell, weil man das in Wiesbaden eben so macht. Da das Ergebnis höchst wohlgeraten war, durften wir es auch einmal probieren und haben schnell festgestellt, dass ein solcher Apfelwein unser Portfolio doch deutlich bereichern würde.

Im Jahrgang 2015 sind wir dann mit einer ersten Probemenge an den Start gegangen, die sich sehr schnell in Wiesbaden – mit Epizentrum am Sedanplatz – verkauft hat. Seitdem hat der Wiesbadener Apfelwein seinen festen Platz bei uns im Programm. Wir haben erst vor kurzen eine der allerletzten Flaschen des Jahrgangs 2015 geöffnet – der Restbestand ist nun auf zwei Flaschen geschrumpft – und waren höchst erstaunt, wie gut sich der Apfelwein noch präsentiert. Wir können nun mit Fug und Recht sagen, dass sich unsere Apfelweinwein auch über mehrere Jahre gut entwickelt und in Sachen Lagerfähigkeit die einiger Basiswein sogar übertrifft.

Prinzipiell dürfen Sie sich Alfs Apfelwein nicht wie ein Produkt aus dem Supermarkt vorstellen. Auch nicht wie eines aus dem „berüchtigten“ Großraum Frankfurt. Wir stellen den Grundwein mit derselben Sorgfalt her, mit der wir auch unsere normalen Weine herstellen. Das Resultat ist blitzsauber: leichtfüßig und entwickelt mit Flaschenreife eine wunderschöne Apfelfrucht.

Herstellung

Als Partner haben wir dazu den Hof Rösenköppel in Wiesbaden Frauenstein gewinnen können. Rösenköppel ist ein ökologisch arbeitenden Betrieb, der sehr großen Wert auf die Qualität seiner Früchte legt. Insofern ist unser Apfelschäumer bio und da wir zur Schönung auch keine tierischen Produkte verwenden, ist er sogar vegan.

Wir verarbeiten die Äpfel direkt im Hof Rosenköppel und vinifizieren dort auch den Wein im Stahltank. Die Vinifikation erfolgt gemäß der guten önologischen Praxis, ohne großen berichtenswerten Besonderheiten. Die Besonderheit ist eigentlich nur die Tatsache, dass wir diese gute önologische Praxis aus dem Weinbau konsequent anwenden.

Diese Herstellungsmethode führt dazu, dass die Apfelweine in Ihrer Jugend ziemlich verschlossen sind und sich erst in der Mittel des auf die Ernte folgenden Jahres öffnen. Speziell bei dem hier angebotenem Jahrgang 2018, der unser bester bisher produzierte Apfelwein ist, wird es noch einige Zeit brauchen bis sich die dann charakteristische Apfelfrucht entwickelt. Insofern hätten wir Ihnen gerne auch den Jahrgang 2017 vorgestellt, aber der ist ausverkauft. Wenn Sie jedoch in der Region Wiesbaden wohnen, kann es sein, dass Ihnen in der Gastronomie noch das eine oder andere „gereifte“ Fläschchen begegnet.

Vergessen Sie also alles, was Sie bisher an Apfelwein kennen. Stoßen Sie lieber, wie Alf als alter Trecki sagen würde, in Dimensionen „where a man has never been before“.

Verkostungsnotiz

Noch sehr verschlossen. Wild, ein wenig hefig und für einen Apfelwein sehr komplex und mineralisch im Bukett. Noch kaum Apfelnoten – vielleicht ein wenig Granny Smith – aber mit Belüftung kommt eine leichte Fruchtsüße hoch, ein wenig Kernobst und grünfarbige Sprenkel. Am Gaumen mit viel Volumen und knochentrocken. Der dichteste und wohl auch beste Apfelwein, den wir bisher gemacht haben. Mittlerer Körper, gute Säure, mineralische Komponenten, grüner Apfel. Wieder wild und noch deutlich zugenagelt. Man darf sich nicht täuschen lassen. Dieser Apfelwein hat wenig mit den Apfelweinen zu tun, die man so kennt. Er wurde wie ein hochklassiger Traubenwein produziert und braucht, genauso wie dieser, Flaschenreife. Im Prinzip wird er im Sommer 2019 anfangen wirkliche Apfelnoten zu entwickeln und erst Anfang oder Mitte 2020 seinen Höhepunkt erreichen. Ich denke auch, dass er eine Lebenszeit von mehr als fünf Jahren haben wird, aber das ist schlecht vorhersagbar, da unser 2015er immer noch richtig gut da steht und noch keinerlei Laut gibt, wann er denn gedenkt abzunippeln. Ich bin bei jedem Jahrgang – und bei diesen ganz besonders – erstaunt, was man aus Apfel alles machen kann. Bis 2024.