W. E. Frank, Edition Yuma Nia 2020

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WeinpassDie Edition Yuma Nia ist aus einer Zusammenarbeit mit dem The Drunken Butler in London, dem Importeur unserer Weine nach England, entstanden. Der Name setzt sich aus den Namen der beiden Paten des Weines, Yuma Hashemi und Ali Rasouli-Nia, zusammen. Unfined, unfiltered, noch etwas naturtrüb und außerordentlich lecker, stellt er unseren Beitrag zum Thema Natural Wine dar.

Leider ist unsere Edition Yuma Nia 2020 bereits ausverkauft.

Nicht vorrätig

Art.Nr: WF-20-8023
Gesamtproduktion

291 Flaschen

Alkoholgehalt

13,5 %

Geschmacksrichtung

trocken

Füllmenge

750 ml

Verschluss

Naturkork wachsversiegelt

Allergene

enthält Sulfite

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Unsere Edition Yuma Nia ist aus einer Zusammenarbeit mit dem The Drunken Butler in London entstanden. The Drunken Butler ist ein innovatives Restaurant, das auf kreative Weise persische Elemente mit internationaler Haut Cousine kombiniert. Besonders das persische Menü, das nur am Sonntag serviert wird, finden wir besonders spannend. Hier zeigt sich, dass die persische Küche international noch nicht die Anerkennung genießt, die sie eigentlich verdient hätte.

The Drunken Butler fungiert auch als Importeur unserer Weine nach England.

Paten des Weines sind Herr Yuma Hashemi, der Besitzer des The Drunken Butler, und Herr Ali Rasouli-Nia, mit dem wir schon das eine oder andere Projekt realisiert haben.

Yuma Hashemi

Herr Yuma Hashemi, der im Iran geboren wurde und in Berlin-Wilmersdorf aufwuchs, begann nach dem Abitur eine Lehre im renommierten österreichischen Restaurant Lutter & Wegner in Berlin und übernahm danach die begehrte Position des Commis Chef im mit zwei Michelin-Sternen ausgezeichneten Fischers Fritz im Regent Hotel. In der Folge packte ihn die Reiselust und er arbeitete in einigen Restaurants und als Privatkoch in Schweden. Im Jahr 2007 wurde Yuma die Stelle des Chef de Partie im Restaurant Le Carré in Bordeaux angeboten, wo er schnell zum Chefkoch aufstieg. Nach einigen Jahren in Chicago und San Francisco, in denen Yuma in mehreren renommierten Restaurants arbeitete, wurde er in London sesshaft. Sein Weg führte ihn vom The Hive in East London als Chefkoch ins The Chancery, bevor er 2017 The Drunken Butler in der Rosebery Avenue in Clerkenwell eröffnete. Seitdem führt er das Restaurant dort von Stärke zu Stärke.

Ali Rasouli-Nia

Herr Ali Rasouli-Nia, der ebenfalls in Persien geboren ist, hat seine Wurzeln im Aquarello in München (ein Michelin Stern) und nahm seinen Lebensweg über das André in Singapur (zwei Michelin Sterne) und das Hauptrestaurant von Gordon Ramsey in London (Drei Michelin-Sterne). Zurzeit berät er auch das Tantris in München in der Start-up-Phase.

Das Projekt Yuma-Nia

Ziel des Projektes war es, einen Wein für die Weinbegleitung im The Drunken Butler zu kreieren. Dazu haben wir einen durchaus exotischen Ansatz gewählt. Wir haben eine Partie unseres Teufelskopfes 2020 im Stahltank ausgebaut und dann in ein mit Merlot vorbelegtes 225 l Barrique gelegt. Dadurch erhält der Wein ein ganz dezentes Rosa und vereint die Präzision des im Stahltank ausgebauten Teufelskopfes mit einem Hauch Barrique und der zusätzlichen kirschbasierten Komplexität, die das Merlot-Fass beisteuert. Durch den Ausbau im Rotweinfass ist es weinrechtlich leider nicht erlaubt, den Wein als Deutschen Qualitätswein zu etikettieren. Er ist also nur noch ein Deutscher Wein. Auch ist es uns nicht erlaubt die Rebsorte – Gerüchte besagen, es könnte sich um Riesling handeln – und die Lage anzugeben.

Weiterhin haben wir beschlossen, den Wein noch im relativ trüben Zustand direkt aus dem Fass auf die Flasche zu füllen. Damit ist er natürlich unfinend, unfiltered & hand-filled, aber darüber hinaus noch etwas mehr. Man könnte sagen, dass es unser Tribut an das Thema Natural Wine ist, obwohl wir es ungern Tribut nennen, da wir das Thema Natural Wine aufgrund der vielen zweifelhaften Kreszenzen eigentlich nicht so sehr schätzen. Aber das Thema ist nun einmal en vouge und natürlich können wir es auch. So here we come!

Was Sie bei der Edition Yuma Nia erwartet

Erwarten Sie also einen komplett anderen Wein, als die, die Sie von uns gewohnt sind und entscheiden Sie selbst, welchen Stil Sie lieber mögen. Und wenn Sie einmal persisch Kochen sollten, wissen Sie ja nun welchen Wein Sie dazu in Erwägung ziehen können.

Abschließend noch ein paar Analysedaten: 13,6 % Alkohol, 22,4 g/l zuckerfreier Extrakt und 8,4 g/l Restzucker.

Wenn Sie die Flasche aufrecht stehen lassen, setzt sich der Trub am Boden der Flasche ab. Wir empfehlen, sich ein Glas mit der klaren Phase einzuschenken, die Flasche zu schütteln und es mit einem Glas aus der trüben Phase zu vergleichen. Dies ist zum einen sehr spannend und zeigt auch, warum wir den Wein leicht naturtrüb abgefüllt haben. Der Wein hat leicht trüb einfach noch einmal eine andere Cremigkeit.

Verkostungsnotiz

Im klaren Zustand helles Gold mit einem, mit etwas Phantasie wahrnehmbaren minimalen Altrosaschimmer. Saftiges, strukturiertes Bukett mit etwas Toast, Röstnoten, die ein wenig an Weißburgunder erinnern, geröstetem Brot, frisch aufgeschnittenem Apfel, etwas Weichselkirsche, Anklängen einer leicht bonbonartigen, roten Frucht und jugendlich-hefigen Noten. Im Untergrund lauern dann salzig-rauchig-mineralische Komponenten. Am Gaumen voller Saft und Kraft. Voller Körper, angenehm frische, balancierte Säure, eher in den Hintergrund tretende Restsüße, Weichselkirschen, säuerliche, rote Waldfrüchte, Apfel, getrocknete Kräuter und eine schöne Edelbitterkomponente. Noch sehr jugendlich. Wirklich enorm saftig und lang. Deutlich unterschiedlich zu unseren Premier und Grand Crus, aber absolut eigenständig und charaktervoll. Der Wein hat als Sonderabfüllung absolut seine Daseinsberechtigung, es ist allerdings völlig unvorhersagbar, wie er sich entwickeln wird.

Der Teufelskopf

Der Ludwigshöher Teufelskopf ist im Reigen der großen Weinlagen in Rheinhessen zu Unrecht nahezu unbekannt. Dies liegt wohl daran, dass er nicht, wie viele seiner bekannteren Brüder, im Roten Hang liegt. Wir halten diese Einzellage auf jeden Fall für massiv unterschätzt und nur weil sie nicht Teil des Roten Hangs ist, bedeutet dies nicht, dass sich nicht ein genauer Blick auf diese Lage lohnen würde.

Der Teufelskopf umfasst 32 Hektar Rebfläche, die einen südwestlichen Bogen um die Gemeinde Ludwigshöhe bilden. Er ist Teil der Rheinfront. Gemäß der gängigen Definition beginnt die Rheinfront in Nackenheim und endet in Worms. Da es aber nach Alsheim nur noch das Wormser Liebfrauenstift und Kirchenstück als Rebflächen gibt und wir diese beiden Lagen, trotz ihrer unbestreitbaren Qualität, nicht zur Rheinfront zählen, sehen wir Alsheim als das südliche Ende der Rheinfront an. Die zur Rheinfront gehörigen Gemarkungen wären damit (von Norden nach Süden) Nackenheim, Nierstein, Oppenheim, Dienheim, Ludwigshöhe, Guntersblum und Alsheim. In einer engeren Definition kann man jedoch Ludwigshöhe als das südliche Ende der Rheinfront sehen, da hier der Rhein nach Südosten abbiegt und Guntersblum und Alsheim schon mehrere Kilometer vom Rhein entfernt liegen.

Die nach Osten ausgerichteten Weinberge weisen eine Hangneigung von 15 bis 25 % auf und erreichen im den nördlichen, an Dienheim angrenzenden Gewannen ihre höchste Qualität. Die Böden bestehen aus Löss, Kalkstein und sandigem Lehm.

Wir müssen uns allerdings an dieser Stelle etwas kurz halten, da wir noch an einer umfangreichen Beschreibung dieser Lage arbeiten, können Ihnen die Weine aus dem Teufelskopf jedoch ohne schlechtes Gewissen ans Herz legen. Sie zeichnen sich durch einen erstaunlichen Wohlgeschmack aus, den wir am ehesten mit Umami umschreiben können. Weitere Adjektive, die uns dazu einfallen, sind lecker und harmonisch. Wie auch beim Ölberg, können wir das Geschmacksprofil analytisch noch nicht weiter auflösen. Der Trinkfluss dieser Weine ist jedenfalls enorm.

Eine Einstufung als Erste Lage erscheint uns damit mehr als gerechtfertigt, speziell, da die Weine jahrgangsunabhängig immer eine vergleichbare Grundcharakteristik liefern, was die Grundvoraussetzung des Ausweises als Einzellage ist. Der VDP – Verband Deutscher Prädikats- und Qualitätsweingüter sieht dies übrigens genauso. Wir tendieren sogar dazu, den Teufelskopf in die Grand Cru Liga zu heben, aber das muss wohlbegründet sein und braucht noch einige zusätzliche Jahrgänge.

Der Jahrgang 2020