AlfWein, Wiesbadener Apfelwein 2018

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Art.Nr: AE-18-8354
Alkoholgehalt

7,0 %

Füllmenge

1.000 ml

Geschmacksrichtung

trocken

Verschluss

Schraubverschluß

Allergene

enthält Sulfite

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Der Wiesbadener Apfelwein hat eher zufällig den Weg in unser Portfolio gefunden. Unser Önlologe Alf Ewald hatte zur Feier seiner Hochzeit ein wenig Apfelwein produziert. Inoffiziell natürlich, weil er seine Gäste damit beeindrucken wollte. Aber offiziell, weil man das in Wiesbaden eben so macht. Da das Ergebnis höchst wohlgeraten war, durften wir es auch einmal probieren und haben schnell festgestellt, dass ein solcher Apfelwein unser Portfolio doch deutlich bereichern würde.

Im Jahrgang 2015 sind wir dann mit einer ersten Probemenge an den Start gegangen, die sich sehr schnell in Wiesbaden – mit Epizentrum am Sedanplatz – verkauft hat. Seitdem hat der Wiesbadener Apfelwein seinen festen Platz bei uns im Programm. Wir haben erst vor kurzen unsere vorletzte Flasche geöffnet und waren höchst erstaunt, wie gut sich der Apfelwein noch präsentiert. Wir können nun mit Fug und Recht sagen, dass sich unsere Apfelweinwein auch über mehrere Jahre gut entwickelt und in Sachen Lagerfähigkeit die einiger Basisweine sogar übertrifft.

Prinzipiell dürfen Sie sich Alfs Apfelwein nicht wie ein Produkt aus dem Supermarkt vorstellen. Auch nicht wie eines aus dem „berüchtigten“ Großraum Frankfurt. Wir stellen den Grundwein mit derselben Sorgfalt her, mit der wir auch unsere normalen Weine herstellen. Das Resultat ist blitzsauber: leichtfüßig und entwickelt mit Flaschenreife eine wunderschöne Apfelfrucht.

Herstellung

Als Partner haben wir dazu den Hof Rosenköppel in Wiesbaden Frauenstein gewinnen können. Rösenköppel ist ein ökologisch arbeitenden Betrieb, der sehr großen Wert auf die Qualität seiner Früchte legt. Insofern ist unser Apfelschäumer bio und da wir zur Schönung auch keine tierischen Produkte verwenden, ist er sogar vegan.

Wir verarbeiten die Äpfel direkt im Hof Rosenköppel und vinifizieren dort auch den Wein im Stahltank. Die Vinifikation erfolgt gemäß der guten önologischen Praxis, ohne großen berichtenswerten Besonderheiten. Die Besonderheit ist eigentlich nur die Tatsache, dass wir diese gute önologische Praxis aus dem Weinbau konsequent anwenden.

Diese Herstellungsmethode führt dazu, dass die Apfelweine in Ihrer Jugend ziemlich verschlossen sind und sich erst in der Mittel des auf die Ernte folgenden Jahres öffnen. Der hier angebotene Jahrgang 2018, der unser bester bisher produzierte Apfelwein ist, hat sich gerade geöffnet, ist aber noch nicht am Zenit. Insofern wäre jetzt der Jahrgang 2017 optimal, aber der ist ausverkauft. Wenn Sie jedoch in der Region Wiesbaden wohnen, kann es sein, dass Ihnen in der Gastronomie noch das eine oder andere „gereifte“ Fläschchen begegnet.

Vergessen Sie also alles, was Sie bisher an Apfelwein kennen. Stoßen Sie lieber, wie Alf als alter Trecki sagen würde, in Dimensionen „where a man has never been before“.

Verkostungsnotiz

24.02.2020: Strohfarben. Hat sich inzwischen geöffnet und zeigt viel Frucht und Fruchtsüße im Bukett, erstaunlicherweise ist es aber eher kühle, noch nicht vollreife Birne als Apfel. Mit Belüftung kommen aber immer mehr grüner Apfel und auch ein wenig Apfelschale hoch. Sehr klar, transparent und mit guter Mineralität. Höchst vergnüglich. Auch wenn die Frucht am Gaumen jetzt da ist, zeigt er sich immer noch knochentrocken und etwas hart.  Wer mehr Süße bevorzugt, dem sei der Apfelwein von Grapevault empfohlen. Mittlerer Körper, gut integrierte Säure, mineralische Komponenten, viel Apfelfrucht und ein wenig Fruchtsüße. Etwas grüne Apfelschale und ein Hauch Tannin im erstaunlich langen Abgang. Hat sich genauso gut, wie erwartet, entwickelt. Ich hatte gedacht, dass er jetzt seinem Zenit zustreben würde, aber ich glaube, man sollte ihm noch etwas Zeit auf der Flasche gönnen. Es ist einfach kein normaler Apfelwein aus dem Bembel. Bis 2026.